Abschlussfahrt der 10d nach Paris

von Dorothee Steinbach

Am 24. September um 07:15 Uhr ging unser Trip gemeinsam mit Frau Steinbach und Herrn Hlawacek in Lohr los. Nach etwa 5 Stunden Zugfahrt trafen wir am Pariser Bahnhof ein und bezogen nach kurzer Fahrt mit der Métro unsere Zimmer. Danach ging es zum weltgrößten Flohmarkt „marché aux puces de Saint-Ouen“, wo wir neben vielen Fake-Markenartikeln auch echte und zum Teil sehr kuriose Antiquitäten, wie zum Beispiel eine Couch mit einem Kuhkopf, entdecken konnten. Danach ging es mit der Métro zum Platz Trocadéro, von wo aus wir den Eiffelturm in voller Pracht bestaunen und einige tolle Fotos machen konnten. Unter all den Straßenhändlern, die aufdringlich ihre Souvenirs angepriesen haben, konnten wir ebenfalls einen romantischen Heiratsantrag beobachten. Danach bestiegen wir den Eiffelturm. An der Spitze angekommen merkten viele, dass es doch ziemlich kühl nachts wird, und mussten so ihre zuvor ausgewählten Outfits überdenken. Die schönen Sommernächte gehören ja nun leider der Vergangenheit an. Doch bei diesem atemberaubenden Ausblick auf die beleuchtete Stadt nahmen wir die Kälte gerne in Kauf.

Am Dienstag bestaunten wir schon in der Früh das Centre Pompidou und das Hôtel de Ville. Danach besichtigten wir die Kathedrale Notre-Dame. In Kleingruppen hatten wir die Chance, das Quartier Latin zu entdecken, wo wir auch eine Mittagspause einlegten. Nachmittags nahmen wir bei strahlendem Sonnenschein an einer Bootsfahrt über die Seine teil. Vom Fluss aus waren alle berühmten Sehenswürdigkeiten von Paris auf einen Blick zu erkennen. Jedoch können sich nicht alle an die Fahrt erinnern, da manche die Zeit für ein kleines Nickerchen nutzten. Nachdem alle neue Energie getankt hatten, besichtigten wir die Pyramiden des Louvre und anschließend spazierten wir durch die Tuileries. Dort wurden die Pflanzen von dem ein oder anderen streng unter die Lupe genommen und der Geruch anschließend bewertet, was vielleicht einigen Fremden etwas komisch vorkam. Nach den Forschungsarbeiten ging es auf die große Shoppingstraße „Champs-Elysées. Hier durften wir wieder in kleinen Gruppen losziehen. Einige kamen nicht sehr weit und verbrachten die verfügbare Zeit nur in einem einzigen Laden, nämlich im Sephora, der nach unserem Kaufrausch einige Produkte nicht mehr zur Verfügung hatte und auf neue Lieferungen immer noch wartet. Man munkelt auch, dass der Filialleiter sich kurz nach unserem Besuch zur Ruhe setzen konnte. Nachdem viele dann doch noch den Weg aus dem Laden herausfanden, trafen wir uns am Arc de Triomphe. Von dort aus ging es wieder Richtung Hotel, wo wir dann noch Zeit bekamen, um uns etwas zum Essen zu besorgen. Manche steuerten den unserem Hotel gegenüberliegenden Subway an, wo einige ins Schwärmen aufgrund eines attraktiven und sympathischen Mitarbeiters kamen. Diesen konnten wir zum Glück von den Zimmern aus heimlich beobachten und in Ruhe anschmachten.

Der nächste Tag begann mit einer Führung durch das Stade de France. Dort konnten wir das luxuriöse Leben der Fußballspieler hautnah anhand der mit Whirlpool ausgestatteten Kabinen erleben. Einige von uns beschnüffelten auch die ungewaschenen Trikots der Spieler der französischen Nationalmannschaft, welche jedoch nicht gerochen hatten. Die Mittagspause verbrachten wir auf Montmartre, einem der schönsten Viertel von Paris, wie wir finden. Gleich danach besichtigten wir die Basilika Sacré Coeur. Anschließend konnten wir Künstler auf dem Place du Tertre beobachten und hatten die Gelegenheit, uns zeichnen zu lassen. Einige waren in dieser Zeit einer Betrügerbande auf der Spur, welche illegale Glücksspiele auf der offenen Straße anbot. Um den Tag noch liebenswerter zu gestalten, machten wir uns auf den Weg zur „mur des je t’aime“, wo der Satz „Ich liebe dich“ auf den unterschiedlichsten Sprachen auf einer Mauer geschrieben ist. Da jedoch nicht jeder der Meinung ist, dass man von Luft und Liebe allein leben kann, bekamen wir von einem Mann Drogen angeboten, welche wir jedoch dankend ablehnten. Nach diesem prägenden Erlebnis steuerten wir das Luxuskaufhaus Galéries Lafayette an. Vor Ort merkten einige von uns jedoch schnell, dass dies nicht ganz unserer Preisklasse entsprach, und so haben wir lieber nur den anderen Leuten beim Einkaufen und Tütenschleppen zugesehen. Den Abend ließen wir dann noch gemeinsam im Hard Rock Café ausklingen, wo wir uns leckere Burger schmecken ließen. Im Hotel angekommen hieß es dann noch Koffer packen, da wir am nächsten Morgen die Zimmer bereits räumen mussten.

Der letzte Tag begann mit dem Besuch im Louvre. Aber nicht jeder konnte dort die Begeisterung mit den anderen teilen und so kam es dazu, dass nur ein flüchtiger Blick auf die Mona Lisa geworfen und anschließend der Ausgang angesteuert wurde. Danach hatten wir Freizeit, welche die meisten zum Shoppen nutzten. Um unsere Reise auch im kulinarischen Sinne unvergesslich zu machen, suchten wir die angeblich beste Eisdiele „Berthillon“ in Paris auf. Alle waren begeistert und bestätigten, dass dies das beste Eis wäre, weshalb die extrem hohen Preise schnell vergessen wurden. Zurück im Hotel holten wir unser Gepäck ab und steuerten leider wieder die Heimreise an.

Abschließend lässt sich sagen: Es war eine anstrengende, aber auch sehr interessante und traumhaft schöne Woche in Paris mit vielen lustigen Ereignissen. Wir konnten viele Sehenswürdigkeiten bewundern und Orte erkunden, an die wir ohne unsere Reiseleiterin Frau Steinbach wahrscheinlich nie hingekommen wären. Danke an Frau Steinbach und Herrn Hlawacek für die ereignisreichen 4 Tage in der Stadt der Liebe. (Wir hoffen, dass Sie es auch genießen konnten.) Danke für alles!

Text: Charlotte Christ und Jule Stamm, beide 10d

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