Hamburg - Meine Perle

von Dorothee Steinbach

Abschlussfahrt der Klasse 10b nach Hamburg

Am 22.10.2018 ging es mit dem ICE auf in Richtung Hansestadt. Nach einer unendlich langen Fahrt inklusive einer Stunde Verspätung, während der die Vorfreude immer mehr stieg, erreichten wir nach sechs Stunden endlich den Hauptbahnhof in Hamburg. Mit Herrn Feller und Frau Schaupp im Gepäck machten wir uns auf den Weg in Richtung Unterkunft. Den Landeiern aus Lohr fiel schon der Hinweg ziemlich schwer, auch weil wir mit klassischem Hamburg-Wetter und Stadt-Feeling, inklusive hunderten von Fahrradfahrern, begrüßt wurden. Nachdem wir unsere Zimmer im A&O Hotel bezogen und nach langer Diskussion die Bettenverteilung hinter uns gebracht hatten, führte uns unser Herr Feller als waschechter Hamburger durch die Innenstadt in Richtung Rathaus. Von dort aus konnten wir dann erstmals allein die Umgebung erkunden und das noch (!) schöne Wetter genießen.

Der zweite Tag begann im Anschluss an das Frühstück direkt mit der Besichtigung des Michels. Um eine Erfahrung reicher, stiegen wir übermütig die zahlreichen Treppenstufen hinauf, während Stadtführer Feller gekonnt den Aufzug nutzte. Übermütig war auch unsere (natürlich sehr treffende) Kleiderwahl. Bei (zumindest gefühlten) Außentemperaturen rund um den Gefrierpunkt und nasskaltem stürmischen Wetter waren bei unserer Klasse oft nur dünne Pullover zu sehen - von Jacke oder Schirm keine Sicht. Nach einer kurzen Stärkung ging es anschließend um 14:00 Uhr mit einer Stadtführung weiter. Wir erkundeten gemeinsam die nähere Umgebung, liefen durch die Speicherstadt zur Elbphilharmonie und von dort aus ging es mit einer kleinen Fähre zum größten Seehafen Deutschlands und zum zweitgrößten Hafen Europas. Anders als am Vormittag nahmen wir diesmal beim Aufstieg aus dem Elbtunnel nicht die Treppe, sondern den Lift. Der unpassenden Kleidung mancher Mitschüler sei Dank verkürzte sich die Führung durch die Hafenstadt und wir nahmen die nächstbeste U-Bahn, um uns im Hotel wieder aufzuwärmen. Der nächste Programmpunkt war die abendliche Nachtwächter-Führung quer über die Reeperbahn. Erwin, der Nachtwächter von St. Pauli, der uns bei seiner Führung über den Kiez führte, brachte uns die sündigste Straße Deutschlands näher. Vor allem unsere Jungs machten große Augen beim Anblick der außergewöhnlichen Bars und Diskotheken.

Am Mittwoch ging es schon früh los mit dem Besuch des Chocoversums. Hier konnten wir den Weg einer Kakaobohne von der Ernte bis zum eigentlichen Verzehr miterleben und sogar unsere eigene Schokolade herstellen. Die große Auswahl an Geschmacksrichtungen und Toppings wie Marshmallows, Gummibärchen, Kokosflocken und vielem mehr brachte unsere Geschmacksnerven auf Hochtouren. Für jeden war die richtige Kombination dabei und alle kamen auf ihre Kosten. Am Ende kreierten wir bis jetzt unentdeckte Schokoladensorten wie beispielsweise Chili-Zimt oder Gummibärchen-Schokolade. Nach gut 1,5 Stunden war das kurzweilige Erlebnis schon vorbei. Mit einer kleinen Verspätung wanderten wir in Richtung „Kehrwieder“-Straße zum Hamburg „Dungeon“ - dem weltweit bekannten Gruselkabinett der Hafenstadt. Im Pestkrankenhaus oder in der Kammer der Qualen erschraken sich die einen mehr und die anderen weniger, doch der Freefall-Tower lockte jedem eine unvergessliche Grimasse ins Gesicht. Die witzigen Bilder konnten wir im Anschluss an den freien Fall bestaunen. Nach diesem Schock machten wir uns wieder mit der U-Bahn ins Hotel und bereiteten uns für das Highlight des Tages vor, nämlich für das Musical „Aladdin“. Die Show war großartig, einige wenige unter uns kamen jedoch nicht in den Genuss des unglaublichen Genies oder des fliegenden Teppich Aladdins, da sie stattdessen lieber ein kurzes Nickerchen machten, um fehlenden Schlaf nachzuholen.

Unser letzter vollständiger Tag in Hamburg startete mit dem „Dialog im Dunkeln“. Wir mussten hierbei komplett dunkle und blickdichte Räumen durchlaufen und nur mithilfe eines Blindenstocks und des eigenen Gehörs den Raum erkunden. Die anfängliche Skepsis wandelte sich schnell in einen Heidenspaß, da der Gehör- und Tastsinn bei einigen Mitschülern so wenig ausgeprägt ist, dass auch kleinere Verletzungen (blaue Flecken) nicht selten vorkamen. Danach teilten wir uns wieder in kleine Gruppen auf, um zu Mittag zu essen. Während die einen Pizza bevorzugten, gingen die anderen original Hamburger Fisch essen mit Herrn Feller und Frau Schaupp. Mit vollem Magen hatten wir nun Zeit zur freien Verfügung, um in der Stadt beispielsweise shoppen zu gehen. Den letzten Abend verbrachten wir gemütlich im Hardrock-Cafe. Anschließend ging es noch eine kleine Runde Billiard oder Tischkicker spielen, was die Abschlussfahrt gelungen abrundete.


Trotz des mehr oder weniger schlechten Wetters, waren wir alle begeistert von Hamburg, was wir auch unseren tollen Begleitern Herrn Feller und Frau Schaupp zu verdanken haben. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen und eine schöne Zeit. Wir könnten uns sogar in ein paar Jahren eine Hamburg-Revival-Tour mit ihnen vorstellen.

 

Text: Luzia Schanbacher, 10b

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