Londonfahrt 2017

von Daniela Görlich

Wunderschöne und lehrreiche Tage in und um London

Samstagnacht pünktlich um halb vier machten sich unsere neunten Klassen auf den Weg nach London. Anfangs versuchten wir noch, genug Schlaf zu bekommen. Gegen halb sieben, als langsam alle aufwachten, gab es allerdings das erste Problem. Das Internet funktionierte nicht! Nachdem alle ihr Roaming auf die Reihe bekommen hatten, stellten wir fest, dass wir mittlerweile nicht mehr in Deutschland waren. Nach gewisser Zeit wurde die Musik in den hinteren Reihen angeschaltet und mitgesungen. Als wir in Calais ankamen und kurz an einer Raststätte anhielten, entdeckten wir jede Menge Stacheldraht und Zäune um uns herum. Auch mehrere Asylbewerber hielten sich dort auf. Fernsehen im echten Leben …

Nach dem etwas traurigeren Moment war es dann so weit. Ab auf die Fähre! Man hatte einen spitzen Ausblick von der Fähre, so dass auch der starke Wind einem nichts mehr ausmachte. Unter Deck gab es dann jede Menge leckeres Essen.

Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir in England an und unsere Lehrer wollten unbedingt einen Stopp machen, um uns die berühmten Kreidefelsen zu zeigen. Auch wenn sich zunächst alle über das Laufen beschwerten, hat es sich für diese Aussicht doch sehr gelohnt. Nachdem Herr Hlawacek auf die Idee kam, uns allen zu erzählen, wir müssten den ganzen Weg zum Bus wieder zurücklaufen, beruhigten wir uns schnell, als wir sahen, dass dieser schon bereitstand und auf uns wartete. Abends am Treffpunkt angekommen fingen die Spekulationen über die Gastfamilien an. Doch schnell merkte man, dass es nur Positives gab, denn es wurde heiter in der London WhatsApp-Gruppe gewetteifert, wer die coolere Familie hat.

 

 

Am nächsten Morgen bekamen wir dann eine Stadtführung mit dem Bus durch London und haben uns die Sehenswürdigkeiten im Vorbeifahren angesehen. Auch waren wir eine Stunde in der Stadt Tischtennis spielen, Fotos machen oder bei Starbucks. Nach dem ganzen Geschichtlichen durften wir shoppen. Viele von uns fanden sich mit Google Maps sehr gut zurecht.

Dienstag fuhren wir zu dem in unserem Schulbuch genannten Schloss von King Henry. Genau, der Verrückte, der alle seine Frauen umbrachte. Das Schloss an sich war riesig und sehr schön. Es sind viele schöne Bilder entstanden auch der Imbisswagen im Schlossgarten war ein leckeres Highlight. Nachdem wir alle einmal durch das Labyrinth sind, fuhren wir nach Richmond. Ein paar von uns wollten shoppen, andere sich lieber an die Themse setzten. Als es allerdings soweit war, wieder zurück zum Treffpunkt zu laufen, stellten diese Schüler fest, dass die Themse rasant gestiegen war. Eine Lösung wurde schnell gefunden. Schuhe ausziehen, jemanden huckepack nehmen und ab durchs Wasser. Nur eine Sache ist etwas schiefgelaufen: unsere Jungs waren nämlich die, die von den Mädchen getragen wurden, da sie ihre Schuhe nicht ausziehen wollten. Die Jungs von heute....

 

Mittwochs fuhren wir an den Brighton Pier. Zuerst gingen alle wieder in die Stadt, um in den berühmten Lanes zu shoppen, da es in Strömen regnete. Als es dann gegen Nachmittag runter an den Pier ging, ließen sich auch Frau Görlich und Herr Hlawacek nicht mehr vom Spielen in der riesigen Spielhalle abhalten. So hatten dort und auch in den Fahrgeschäften alle Spaß. Selbst der Regen machte einem nichts mehr aus und ein paar von uns sind sogar ins Meer zum Schwimmen gegangen. Respekt an die Jungs!!!

Donnerstag war dann der letzte Tag und auch leider der Abschied von den Gastfamilien. Viele hatten am Abend davor nochmal einen sehr amüsanten Abend mit der Familie verbracht. Nachdem die Koffer im Bus verladen waren ging es los. U-Bahn fahren war angesagt. Vormittags waren wir im Tower of London um die Kronjuwelen zu bestaunen und uns über die Wächter kaputtzulachen. Später, am Big Ben angekommen, wurden wieder Fotos gemacht und es ging Richtung London Eye. Nach langer Wartezeit und einer Fahrt im riesen Kettenkarussell nebenan war es dann soweit. Als sich unsere Kuppel hoch genug befand, entstanden sehr viele und lustige Selfies mit Herrn Hlawacek. Auch viele schöne Bilder von der atemberaubenden Aussicht wurden gemacht und natürlich durfte auch Musik in unserer Kuppel nicht fehlen. Nachdem wir dann am Nachmittag noch einmal in der Oxford Street waren, war es schließlich so weit. Die Heimfahrt stand an. Jedoch wurde nicht geschlafen, nein, der Bus wurde erst einmal in einen Partybus verwandelt. Es wurde getanzt und gesungen. Hier ein großes Dankeschön an unseren Busfahrer, der es uns ermöglichte, Musik über die Anlage zu hören!!! An der Fähre angekommen hatte diese leider Verspätung und so mussten wir warten und haben uns die Zeit mit essen oder Musik hören vertrieben. Auf der Fähre und der restlichen Busfahrt schliefen dann die meisten.

An der Schule angekommen waren doch alle froh, wieder daheim zu sein.

 

Insgesamt war es eine sehr lehrreiche und lustige Studienfahrt mit Frau Görlich und Herrn Hlawacek

Artikel geschrieben von Stella Sacra, 10d

Zurück