Ressourcenkönige

von Birgit Paust

Ehrung für das Engagement unserer Umweltgruppe

Wofür werden die meisten Bäume gefällt?  Für Toilettenpapier!

Wofür benötigen wir das meiste Wasser? Für die Produktion von destroyed-Jeans!

Welche der größeren Einrichtungen recyclen am wenigsten? Schulen!

Wieso recyceln? Später wird doch eh alles wieder zusammengekippt, oder? Nein, gerade Papier. Plastik, Aluminium und Grünabfälle werden wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt!

Wie viele Planeten Erde benötigt es, um unseren jetzigen Lebensstil in Deutschland in der Zukunft aufrecht zu erhalten?  3!!!

Aber wir habe nur eine Erde!

 

In einer 90-minütigen Vortrags- und Filmreihe wurde unseren Schülern in der Aula viele zusätzliche Informationen präsentiert. Diese Veranstaltung hatte die Umweltgruppe der Realschule im Juni u.a. als Hauptpreis (neben einem Handy-Repair-Kit) gewonnen. Die Vorträge und Filme, die auf alle Jahrgangsstufen individuell zugeschnitten waren, hatten zum Ziel, unsere Schüler auf ihr Konsumverhalten und die dadurch verbrauchten Ressourcen, nachwachsende wie nicht-nachwachsende, aufmerksam zu machen und zu einem nachhaltigeren Verhalten im Alltag anzuregen.

Dabei wurde nicht generalisiert und indoktriniert, es wurden keine Vorhaltungen gemacht oder Regeln aufgestellt sondern zahlreiche Möglichkeiten angesprochen und vorgestellt, unter denen sich jeder Zuhörer individuell eigene kleinere oder größere Beiträge zur Nachhaltigkeit aussuchen konnte, die im Alltag umzusetzen sind. Reduzierung, Wiederverwertung und Zurückführung in den Stoffkreislauf sind nicht nur Schlagworte sondern für jeden leicht zu realisieren. („to reduce, to reuse and to recycle!“).

Die Umweltgruppe der GLRR leistet hier bereits seit Jahren durch die systematische Wertstofftrennung (Papiereimer, Plastikeimer, Restmülleimer ) einen kleinen Beitrag in den Klassenzimmern, den Fachräumen, im Sekretariat und auch im Lehrerzimmer. Auf die Frage des Veranstalters, der die Vortragsreihe im Namen der Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz sowie Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst durchführte, was sich unsere Umweltgruppe, auch liebevoll die „Müllmänner“ genannt, für die Zukunft an der Schule wünschen würde, kam eine Bitte und ein Wunsch: Wenn in jedem Klassenzimmer darauf geachtet würde, dass der Abfall gleich im richtigen Eimer landet, müssten die „Müllmänner“ nicht an den Garagen verschnupfte Taschentücher oder Bananenschalen aus den falschen Tonnen fischen. Und dass gerade in den Plastikeimern oft keine Tüte eingezogen wird, sorgt für einen weiteren Ekeleffekt, da diese Eimer dann dementsprechend verschmutzen und unangenehm riechen. Hier würde die Mithilfe aller am Schulleben beteiligten Personen die Arbeit der Umweltgruppe wahnsinnig erleichtern! Als Wunsch für die Zukunft hofft unser Team auf die Wertstofftrennung des in der Aula anfallenden Abfalls. Denn hier wird leider noch nicht recycelt. Zudem fällt gerade in der Aula eine große Menge Bioabfall an, mit der so manche Schule in der 3. Welt viele Kinder täglich ernähren könnte. Die Trennung bzw. Vermeidung dieses Müllbergs in der Aula und im den Pausenbereichen steht daher auf der Wunschliste unserer Umweltgruppe ganz oben.

Mit diesem Wunsch sowie einem Riesenapplaus endete am Mittwoch eine super Veranstaltung, die hoffentlich den einen oder anderen von uns ein klein wenig mehr in Richtung einer nachhaltigeren Lebensweise gelenkt hat.

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