„Schöne neue Smartphonewelt“

von Claudia Schubert

Eindrücke vom Theaterabend

Am 12. Juli 2018 führte unsere Theatergruppe „Smombies“ von Volker Zill auf. Einstudiert wurde das moderne Stück von Claudia Schubert, das Bühnenbild gestalteten zusammen mit Frau Rettinger die Schülerinnen Lena Ammersbach, Lena Achterling, Natalie Steigerwald und Lara Biener. Das Wort „Smombie“ verbindet die beiden Begriffe Smartphone und Zombie. Es beschreibt Menschen, die von ihrer Umgebung nichts mehr mitbekommen, weil sie nur noch auf ihr Smartphone starren.

 

 

Die Geschichte beginnt damit, dass einer Gruppe Schülern (Anania: Mia Reckentin, Angelina: Lena Ammersbach, Fiona: Lena Schital, Jacky: Anjali Holbach, Laura: Sabrina Appelt, Lucy-Marie: Lena Achterling und Shindy: Jakob Franz) die Regeln des „Hauses Offline“ erklärt werden. Das „Haus Offline“ ist eine Klinik für Schüler, die abhängig sind von ihren Smartphones, sozialen Netzwerken oder Computerspielen. Die wenig begeisterten „Patienten“ müssen ihre geliebten Handys zeitweise abgeben oder dürfen diese z.B. während des Essens nicht nutzen. Das Therapeutinnen Team, bestehend aus der vernünftigen Frau Dr. Karnikehl (Sarah Noll), der sehr strengen Frau Dr. Nodani (Felicitas Hirsch) und der warmherzigen Frau Dr. Henschel-Diehl (Romy Dildey), bringt die Jugendlichen in Gruppen- und Einzeltherapiesitzungen dazu, über ihren Medienkonsum nachzudenken. Es kommt zu sehr komischen Szenen, als zum Beispiel eine Schülerin durch ein Experiment lernt, wie sehr sie auf ihr Handy fixiert ist und gar nichts mehr von ihrer Umwelt mitbekommt, nicht einmal, als ihr mit einer Pistole gedroht wird. Dann kommt es zu einer Situation, in der sie die Hilfe ihrer Handys gut gebrauchen könnten, da sie plötzlich eingeschlossen sind und ihre Smartphones zusammen mit Frau Dr. Nodani, die sich ins Wochenende verabschiedet hat, verschwunden sind. Die eingesperrten Jugendlichen stellen nach anfänglicher Verzweiflung fest, dass ein Leben ohne Handys mit „echten“ Freunden sehr unterhaltsam sein kann. Improvisiertes Topfschlagen und vor allem „live“ geführte Gespräche sorgen für Begeisterung. Nach einiger Zeit erscheint dann plötzlich Frau Dr. Nodani und die Schüler können wieder zu ihren bereits wartenden Eltern zurück. Jetzt stellt sich heraus, dass die ganze Aktion Teil der Therapie gewesen ist und die drei Therapeutinnen sind mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Nach vier Wochen kann das Publikum den Live-Chat der Whats-App Gruppe „Smombies“ mitverfolgen und feststellen, dass es auch schon einige Veränderungen bei den Teenies zuhause gegeben hat, zum Beispiel geht Shindy wieder zur Schule. Aber das Wichtigste ist wohl, dass die Beteiligten „echte“ Freunde geworden sind.

 

Trotz erschwerter Bedingungen für einige Schauspielerinnen durch Abschlussprüfung und Führerscheinprüfung haben die Schülerinnen und Schüler der Theatergruppe gemeinsam mit Frau Schubert ein erfolgreiches Stück auf die Beine gestellt. Dies wurde durch ein begeistertes Publikum deutlich, welches sich sicher mit manchen Problemen der Patienten identifizieren konnte.

Geschrieben von Melanie Weißbeck und Johanna Spanier, beide 9a

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