Shalom Europa

von Katja Spall

Schüler besuchen Synagoge und Residenz

An zwei Tagen Mitte Februar machten sich die 6. Klassen mit ihren Religionslehrkräften auf den Weg nach Würzburg. Programmpunkte waren zuerst der Besuch des Museums Shalom Europa mit der Synagoge und einer kurzen Führung durch das Museum sowie anschließend die Besichtigung der Residenz in Würzburg.

 

Nach dem herzlichen Willkommen in der Synagoge wurden die Schüler in kleinen Gruppen von 12 bis 14 Kindern in die Synagoge geführt. Alle Jungen durften sich eine Kippa nehmen, für die Mädchen gilt diese Vorschrift nicht. Im Inneren erläuterten die ehrenamtlichen Führer und Führerinnen des Museums, welche Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede eine Synagoge zu einem katholischen bzw. evangelischem Gotteshaus aufweist. Durch die Begegnung mit authentischen Glaubenszeugnissen konnten die Schüler rasch auf die im Religionsunterricht bereits behandelten Lerninhalte zurückgreifen und viele Begriffe richtig zuordnen.

 

Im Anschluss gab es im Museum sowohl die Erkennungszeichen für das jüdische Gebet (Tallit und Tefillin) zu sehen als auch viele eindrucksvolle Bilder zu jüdischen Festen (besonders zu Pessach, Wochenfest und Laubhüttenfest). Auch eine Torarolle wurde von den Schülern bestaunt - und nach kurzem Überlegen war allen bewusst, in welche Richtung diese weitergedreht werden muss, um den hebräischen Text lesen zu können.

 

Nach einem kurzem Fußweg mit Pausenbrot in der Hand erreichten wir eines der Wahrzeichen Würzburgs, erbaut von Balthasar Neumann: die Residenz im Herzen der Stadt, die für einige Schüler zwar bekannt, aber noch nie betreten worden war. Nach dem beeindruckenden Aufstieg durch das Treppenhaus unter Tiepolos Deckenfresko erhielten wir im Weißen Saal und im Kaisersaal einen ersten Eindruck der damals üblichen Bauweise und erfuhren die Aufgaben dieser Räume. Nachdem alle den Hund im Kaisersaal haben zunehmen sehen, gab es noch einen kurzen Einblick in den Spiegelsaal des Fürstbischofs. Über den Hofgarten, der im Winter leider nicht so schön ist wie im Frühling oder Sommer, ging es zurück zum Bus.

 

Mit vielen neuen Eindrücken sowohl für den Religions- als auch für den Geschichtsunterricht machten wir uns auf den Rückweg nach Lohr. Es war ein sehr informativer und aufschlussreicher Ausflug für die 6. Klassen.

Spall und Schürrmann

 

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