Umweltaktionstag an der GLRR

von Nicole Wirth

Ein etwas anderer „Friday-for-Future“

Die Schülerinnen und Schüler der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule haben am Freitag, den 12.04.2019, ihren ganz eigenen Friday-for-Future durchgeführt und sich dabei kritisch mit vielfältigen Umweltthemen auseinandergesetzt. Dabei entdeckten Sie neben Beiträgen zum Umweltschutz im Privaten auch die begrenzten Möglichkeiten des Einzelnen und damit wesentliche Aufgabenfelder der Politik für die Zukunft.

 

Die Idee zur Gestaltung dieses Tags stammt ebenfalls von Schülerinnen und Schülern der unterfränkischen Realschulen, genauer gesagt von der Aussprachetagung der Bezirksschülersprecher, wo auch die Lohrer Realschule vertreten war. Die Schülerinnen und Schüler wollen mit dem gemeinsamen Umwelttag ein starkes Zeichen für die Umwelt setzen. „Wir brauchen eine politische und gut informierte Jugend“, meint Schulleiter Alexander Lutz. Er begrüßt es, dass sich die heranwachsende Generation derzeit nicht davor scheut, öffentlichkeitswirksam Position zu beziehen. Die von manchen Politikern beschworenen Experten hätten es jedenfalls nicht geschafft, sich ausreichend Gehör zu verschaffen.

 

In Lohr selbst traf der Aktionstag auf positive Resonanz und kam dabei völlig ohne Schulschwänzen aus. Zusammen mit außerschulischen Partnern und den Lehrkräften wurden viele Themen, Workshops und Vorträge angeboten. So standen neben handfesten Beiträgen wie dem Pflanzen von Bäumen oder dem Müllsammeln in sensiblen Ökosystemen auch wissenschaftliche Untersuchungen oder ganz alltägliche Fragen auf dem Programm. Im Selbstversuch setzten sich z. B. die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c mit einem ökologisch verträglichen Einkauf und dem anschließenden Essen auseinander. Dabei mussten sie feststellen, dass es nicht so einfach ist, saisonal, plastikfrei und ökologisch wertvoll einzukaufen. Manche der Produkte, die ihnen ihre Klassenlehrerin Frau Merz auf den Einkaufszettel geschrieben hatte, waren unter den gegebenen Bedingungen schlicht nicht verfügbar. Keinerlei Probleme mit dem Angebot hatte die Vergleichsgruppe innerhalb der Klasse, die von den zuvor genannten Vorgaben befreit war.

Mit kritischem Verbraucherverhalten befasste sich die Klasse 6c: Plastik oder nicht Plastik?

Fotos: Lutz

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