Weihnachtsmarkt und -konzert

von Gisela Büdel

Realschule Lohr lockte 300 Besucher

Zur unterhaltsamen „Weihnachtsreise durch Europa“ startete die Schulfamilie der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule am Mittwochabend in der vollbesetzten Aula. Die kerzenbeleuchtete Außenfassade, der kleine, aber feine Weihnachtsmarkt um die Feuerstelle und der Glanz des festlichen Adventskonzertes weckten in den rund 300 Besuchern weihnachtliche Vorfreude.

 

„Weihnachten ist international“, betonte Eva Schürmann, die mit Köpfchen und Charme durch den Abend führte. Sie ermunterte, einen Blick über den unterfränkischen Tellerrand hinaus zu werfen. Die „Eurovisionsfanfare“ (François Couperin) des Schulorchesters unter Leitung von Musiklehrer Stefan Demling kündigte musikalische Reiseziele in Frankreich, Schweden oder Spanien an. „Das Kind ist die Hauptsache“ zitierte Schulleiter Alexander Lutz aus der Fabel „Das Wichtigste an Weihnachten“ von Johannes Hildebrandt. Darin äußert die Tierwelt ihre Weihnachtswünsche, um als Fazit das göttliche Kind in den Mittelpunkt zu stellen und zu fragen: „Aber wissen das auch die Menschen?“. Lutz lobte die „hervorragende Qualität der Beiträge“ mit den Worten: „Die Bühne einer Schule ist nichts ohne junge Menschen, die etwas können und sich trauen“. Sein aufrichtiger Dank galt allen Akteuren für die intensive Vorbereitung und Organisation. Ob in der schwungvollen Melodie oder der traditionellen Weise, die Musikensembles boten den perfekten Konzertrahmen für Vorträge und das gemeinsam gesungene Lied. Lebensfreude und Leichtigkeit klang aus dem schwedischen Traditional „Rund um den Tannenbaum lasst uns tanzen“ mit dem Chor der 5. Klasse. In „Alberello – s´ Christbäumle“ standen „schüene goldene Orangsche und kleene Engele“ dem Bäumchen „Alberello“ gegenüber. In Szene gesetzt wurde  das italo-fränkische Weihnachtsgedicht von Deutschlehrerin Alexandra Väthröder und Schülerin Franka Mocchiaro. „Weihnachtsträume“: Mit „Swing und Klassik zum Hochfest“ überraschte die Kammermusik (Sophie Ott, Tabea Rose, Viola Schäfer, Elias Beifuß, Anjali Holbach, Petra Wagner) im Advents-Kyrie. Zu „Rudolph, the red-nosed reindeer“ stimmte das Publikum mit ein. Bewunderung für ihr Können ernteten die Solisten: Cellistin Anjali Holbach glänzte mit Johann Sebastian Bachs „Prélude aus der Suite für Violoncello in G-Dur“. Das Finale gehörte Mathematiklehrer Lukas Bittruf und seinen „Fields of gold“ (Sting) auf dem Klavier. „Ho, ho, ho, it´s Christmas Time – Sing & Sing along“ war Teil zwei der weihnachtlichen „Eurovisions-Show“ überschrieben. Fröhliche Stimmung zum Fest verbreiteten die „Vocals“, begleitet von der Concert Band, mit Traditionals in der aktuellen Version von Mariah Carey, Noah Cyrus, Shakin Stevens oder Leonard Cohen. Zugaberufe wurden laut für  „Reverend Ev“ (Eva Schürmann), die sich mit „I´ m gonna let it shine“ in die Herzen der Zuhörer sang. Keinen Zweifel an seinem musikalischen Talent ließ Schulleiter Alexander Lutz im Gesangs-Duett mit Lisa James, Kandidatin der TV-Casting-Show "The Voice Kids". „Eines Tages wird es Frieden auf der Erde geben“: Ihre Version von Stevie Wonders „Someday at Christmas“ demonstrierte eindrucksvoll die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit. Mit herzlichem Applaus belohnten Eltern und Großeltern sowie ehemalige Lehrer und Schüler die jungen Künstler für zwei kurzweilige Stunden Vorfreude auf das Fest. Der Erlös aus dem Crêpes-Verkauf am Weihnachtsmarkt geht an das Lohrer Tierheim. Freiwillige Spenden nach dem Konzert unterstützen die künstlerischen Wahlfächer der Schule.

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