Aus der GLRR um die Welt

von Dorothee Steinbach

Unsere ehemalige Schülerin Theresa Späth berichtet von ihren (Sprach-)Reisen

Am Freitag, den 12.11.2021 besuchte unsere ehemalige Schülerin Theresa Späth die GLRR. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2016 ist sie um die Welt gereist, um ihre Sprachkenntnisse in der Anwendung mit Muttersprachlern zu perfektionieren und um letztendlich ihre Liebe zu den Sprachen auch zum Beruf zu machen. In mehreren sehr anschaulichen Vorträgen mit vielen Fotos und Videos zeigte sie den Klassen 6a und b sowie den Französischschüler*innen der Klassenstufen 7, 8, 9 und 10, wie vielleicht auch für sie später einmal eine solche Auslandserfahrung aussehen könnte und wie man so vom Sprachenlernen profitieren kann.

 

Theresa war bereits in ihrer Realschulzeit den Sprachen sehr zugewandt und hatte sich daher für den Französischzweig entschieden, um neben Englisch noch eine weitere Fremdsprache zu erlernen. Nach der Realschule besuchte sie die Dolmetscherschule in Würzburg und machte dort die Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin.

 

Danach war für sie klar, dass sie ihre Kenntnisse nun wirklich anwenden wollte. So machte sie sich im August 2018 auf eine große Reise, die sie zunächst als Au Pair nach Neuseeland führen sollte. Während einiger orientation days lernte sie in Auckland zunächst beispielsweise, im neuseeländischen Straßenverkehr zurechtzukommen und wiederholte die Erste Hilfe am Kind, um gut gewappnet zu ihrer Gastfamilie mit drei Kindern nach New Plymouth weiterziehen zu können. Dort arbeitete sie unter der Woche für 35 Stunden und unternahm an den Wochenenden zahlreiche Ausflüge in ganz Neuseeland, um das Land kennenzulernen. Beeindruckt hat die Schüler vor allem Theresas Abenteuer in den Glowworm Caves, als sie sich mit einer Gruppe anderer Jugendlicher im Neoprenanzug in einer dunklen Höhle abseilte und im reißenden Wasser durch die Strömung sauste.

 

Nach fünf Monaten Au Pair packte sie ihren Rucksack mit Verpflegung für fünf Tage und einem Zelt und machte sich fernab jeglicher Zivilisation auf eine Tour durch den Abel Tasman National Park. Besonders beeindruckend war für die Schüler*innen, dass Theresa in einer Canyon Swing in Queenstown, der Stadt für die Abenteuerlustigen, in einer felsigen Schlucht pendelte. Eine Kanutour über mehrere Tage durch die Wildnis bei bitterer Kälte bewältigte sie ebenfalls mit einer Freundin auf eigene Faust.

 

Um das alles zu finanzieren, arbeitete Theresa auch fleißig auf Farmen oder in Weinbergen.

 

Als Theresa von Australien berichtete, interessierten sich die Schüler*innen natürlich auch für die giftigen Spinnen und Schlangen, mit denen Theresa auch einige Begegnungen hatte, als sie sich einen Camper mietete und von Brisbane die Ostküste entlang nach Cairns fuhr. Theresa berichtete von einer Segeltour, Riesenschildkröten am Great Barrier Reef, Koalas und Krokodilen. Neben all diesen wunderbaren Erlebnissen lernte sie während ihrer Workaways und den Unterhaltungen mit den Einheimischen immer besser Englisch und vor allem, sich auf unterschiedliche Dialekte schnell einzustellen.

 

Nach Australien kehrte sie nach 10 Monaten zunächst nach Deutschland zurück, hier hielt es sie aber nicht lange. Und so fand Theresa bald eine Au Pair – Gastfamilie im Südwesten Frankreichs, wo sie zwei Kinder betreute. Damit lebte sie ab Januar 2019 für drei Monate in Dax und unternahm von dort aus jede Menge Ausflüge, zum Beispiel in die Pyrenäen, nach Biarritz oder aber auch über die spanische Grenze. Das Coronavirus unterbrach ihre große Reise dann zunächst.

 

Theresa bestärkte die Schüler*innen darin, Sprachen zu lernen und zu leben, sie also auch im authentischen Kontext anzuwenden. Sehr überzeugend machte sie klar, dass ihnen dadurch die Welt offensteht.

 

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