Jüdisches Leben in Würzburg
von Christine Hommel
Am Donnerstag, den 12. Februar 2026 durften unsere Sechstklässlerinnen und Sechstklässler das jüdische Museum Shalom Europa in Würzburg besuchen.
Im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts werden nach und nach alle Religionen der Welt behandelt und in Klasse 6 steht das Judentum auf dem Lehrplan.
Da es in Würzburg das „Shalom Europa“ – ein kleines Museum über jüdisches Leben in Deutschland und Würzburg mit angeschlossener Synagoge gibt, nutzen die Religions- und Ethiklehrer diese Möglichkeit gern, den bearbeiteten Stoff auch zu veranschaulichen.
Neben den ganzen Informationen über den Ablauf eines Gottesdienstes in der Synagoge, das Aussehen einer Thora oder die verschiedenen jüdischen Speisegesetze, stand auch eine Stadtführung zur Geschichte des jüdischen Lebens in Würzburg auf dem Programm.
Hier erklärte sich, wie so oft, unser Geschichtslehrer Herr Feller dankenswerterweise bereit, den Schülerinnen und Schülern die jüdische Geschichte Würzburgs näherzubringen.
Unter anderem erfuhren sie, dass es auf dem Marktplatz ein jüdisches Ghetto gegeben hat, ein Ort an dem alle Juden zusammengezwängt leben mussten und diesen nicht verlassen durften.
Außerdem wurde auf „Stolpersteine“ aufmerksam gemacht, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie wichtig das Erinnern ist, um eine so große Ungerechtigkeit, wie die Judenvertreibung und -tötung oder andere Arten der Diskriminierung von Menschen nie mehr geschehen zu lassen.
Die Führung endete am Bahnhof, wo ein Denkmal mit vielen Koffern und anderen zurückgelassenen Sachen daran erinnert, dass die Juden im zweiten Weltkrieg alles aufgeben und ohne Hab und Gut in die Deportationszüge einsteigen mussten, wo ihre Fahrt meist mit dem Tod endete.
Auch wenn die Stadtführung ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte beleuchtete, zeigten die Schülerinnen und Schüler sich doch positiv, denn sie haben wieder etwas mitgenommen auf diesem Ausflug und konnten ihr erlerntes Wissen nachvollziehen und vertiefen.
Ein Dank geht an den Förderverein, der sich an der Finanzierung des Ausflugs beteiligt hatte und auch an Herrn Feller für die interessante Stadtführung.

