„Fördern oder fordern? Fördern und fordern? Fördern durch Fordern?“
Maria Montessori (Ärztin und Pädagogin, 1870-1952)

 

Zwischen Fördern und Fordern muss man sich nicht entscheiden. Fördern und Fordern lässt sich - wenn auch nicht immer ganz einfach - umsetzen und auch vereinen. Kinder lernen am besten im eigenen Rhythmus. Manche schneller - andere langsamer. Daher kommt es im Klassenverband schnell zu einer heterogenen Lerngruppe. Jeder Schüler und jede Schülerin bedarf daher individueller Förderung. Auch der neuen Schulleitung ist es ein Anliegen, den SchülerInnen die besten Voraussetzungen mit auf den Weg in ihre Zukunft zu geben. Schon seit längerem gibt es daher für unsere SchülerInnen neben dem regulären Unterricht das Angebot, nachmittags am Intensivierungsunterricht in den Fächern teilzunehmen, in denen Lücken zu schließen sind. In diesem Schuljahr konnten für die Jahrgangsstufen sechs bis neun Kurse in den Fächern Mathematik, Englisch, Deutsch sowie BWR realisiert werden. Außerdem können Schüler der fünften Jahrgangsstufe Ergänzungsunterricht in einem der Hauptfächer wählen. Zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung und das spätere Berufsleben bieten wir unseren Zehntklässlern Konversationskurse in Englisch und Französisch, sowie ab dem zweiten Halbjahr Vorbereitungskurse auf die Abschlussprüfung. Dieses umfangreiche Angebot wäre mit der zur Verfügung stehenden Lehrerstundenzahl allein nicht möglich. Und so danken wird dem Förderverein unserer Schule an dieser Stelle herzlich, auch im Namen unserer SchülerInnen, für die finanzielle Unterstützung unseres Förderkonzeptes.

Um die SchülerInnen bestmöglich zu fördern, richten sich die Intensivierungskurse im Wesentlichen nach dem entsprechenden Lehrwerk des Fachs. Es besteht so die Möglichkeit, die SchülerInnen gezielt auf Leistungsnachweise vorzubereiten und die Voraussetzungen zu erwerben, am regulären Unterricht im Klassenverband erfolgreich teilzunehmen. Dies wirkt sich auch positiv auf das Selbstvertrauen und die Selbstständigkeit der Kinder aus.

Neben der Förderung am Nachmittag, wurde durch einen geschickten Stundenplan auch im regulären Unterricht die Möglichkeit für kleine Lerngruppen geschaffen. Im Differenzierungsunterricht wird eine Klasse in zwei Gruppen geteilt und parallel unterrichtet. Den einzelnen SchülerInnen kommt so mehr Aufmerksamkeit zu.

Die Georg-Ludwig-Rexroth Realschule hat entsprechend dem bayernweiten Standard auch Gelenkklassen eingerichtet. Ziel ist es, SchülerInnen der fünften Jahrgangsstufe mit gymnasialer Eignung, den Übertritt in die Jahrgangsstufe 6 des Gymnasiums zu ermöglichen. Mit dem Ergänzungsunterricht speziell für unsere Fünftklässler werden besonders leistungsstarke Schüler auf einen möglichen Übertritt vorbereitet. Aber auch alle anderen Schüler werden hier auf ihrem Weg zum Klassenziel unterstützt.

Der Pädagoge Johann Friedrich Herbart schrieb schon vor mehr als 200 Jahren die Schwierigkeit des Unterrichtens läge in der Verschiedenheit der Köpfe. Neben den Fähigkeiten der einzelnen Schüler unterscheiden sich auch ihre Persönlichkeiten.  Um auch in dieser Entwicklung einzelne SchülerInnen gezielt unterstützen zu können, wurde in diesem Jahr das pädagogische Team unserer Schule gegründet. Gemeinsam mit dem/der SchülerIn werden Probleme analysiert, Verhalten reflektiert sowie Ziele und Strategien erarbeitet. Je nach Bedarf treffen sich SchülerIn und begleitende Lehrkraft in regelmäßigen Abständen, um die Fortschritte zu überprüfen und gegebenenfalls neue Zielsetzungen zu vereinbaren. Bisher hat sich die Kombination aus Fordern und Fördern bewährt. So blicken wir zuversichtlich in die Zukunft.

Laura Zöllner, Melanie Würke

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