Herzlich Willkommen auf der Homepage der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule

Sehr geehrte Gäste,
liebe Freunde und Förderer unserer Realschule,
liebe Ehemalige,

Schüler, Lehrer, Eltern aber auch Ehemalige finden hier wichtige Informationen rund um unsere Schule, den Unterricht oder auch unsere Offene Ganztagsschule (OGS). Im Bereich Termine erhalten Sie einen Überblick über anstehende Ereignisse. Berichte über vergangene Aktionen können Sie unter neuste Meldungen nachlesen.

Wir, die Schulgemeinschaft der GLRR, freuen uns über Ihr Interesse an unserer Schule.

Weiter unten finden Sie einen Rückblick in vergangene Tage unserer Schule.

Doris Illig
Schulleiterin

 

Rückblick

 

40-Jähriges Jubiläum der Georg-Ludwig-Rexroth Realschule

Im Kreise der unterfränkischen Realschulen ist die Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule eher zu den „jungen” Schulen zu zählen. Gleichwohl waren die 40 Jahre pädagogischer Arbeit im Jahr 2014 Anlass genug, Rückschau zu halten, Bilanz zu ziehen und Perspektiven für die Zukunft zu reflektieren.

 

„Früher – Heute – Morgen“ lautet das Motto unseres Jubiläums!

Eine kleine Reise in die Vergangenheit, aber auch ein Blick auf das schulische Leben heute erwartete die Besucher.

Es scheint uns lohnenswert, für kommende Schülergenerationen festzuhalten, unter welchen Bedingungen sich das Lernen und Lehren vollzog, welch politische und zeitgeschichtliche Strömungen die schulische Arbeit beeinflussten, welchen finanziellen Aufwand der Schulträger immer wieder stemmen musste, um Schule den zeitgemäßen Erfordernissen anzupassen und welche Lehrerschaft Bildung und Erziehung prägten und das Schulleben gestaltete.

Die anlässlich des Jubiläums herausgegebene Festbroschüre soll aber nicht nur als illustrierte Zeitreise Erinnerungen an die Schulzeit wach rufen, sondern auch die Veränderungen und das Heute dokumentieren.

Gegrüßt seien mit dieser kleinen Festschrift alle Mitglieder der Schulgemeinde, Freunde und Ehemalige unserer Schule. Ein herzliches und aufrichtiges „Dankeschön“ für Ihr Interesse und die Unterstützung unserer Schule.

Feiertage wie dieser regen zum Nachdenken an: „Wie wurde unsere Schule zu dem, was sie heute darstellt?“. Die Vergangenheit hat ihren großen Anteil am pädagogischen Profil von heute. Jedoch hat ein einflussreicher Politiker einmal gesagt: „Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein, nicht ein Sofa!“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir gemeinsam anpacken, vorangehen und uns nicht ausruhen auf dem bisher Erreichten.

Doris Illig
Schulleiterin


Interessante Details aus der Geschichte der Realschule

1973/74
Mit Beginn des Schuljahres 1973/74 wurde die Staatliche Realschule Lohr a. Main durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus errichtet. Mit Schreiben vom 11. Juli 1973 wurde Alfons Wenzel mit Wirkung vom 1. August 1973 an die neu zu errichtende Staatliche Realschule Lohr versetzt und mit der Leitung der Schule beauftragt und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die gesamten mit dem Aufbau der Schule zusammenhängenden Aufgaben in weitgehender Selbständigkeit und in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis erfüllt werden können. Alfons Wenzel besuchte das Humanistische Gymnasium in Lohr, legte dort die Abiturprüfung ab, wurde 1941 zum Kriegsdienst eingezogen, geriet in russische Kriegsgefangenschaft und kehrte ausgehungert, aber voll Tatendrang 1949 zurück in die Heimat. Ab 1. Januar 1963 unterrichtete er an der Realschule in Gemünden.

 

Schon lange hatten Bürger und Politiker aus Lohr, Partenstein und Frammersbach eine Knabenrealschule für Lohr gefordert, doch die erfolgreiche Mädchenrealschule der Franziskanerinnen am Ort war wohl der Grund für die späte staatliche Gründung. Im Pfarrheim St. Michael fand Ende 1969 unter Leitung des Landrates des Altkreises Lohr, Rudolf Balles, ein Informationsabend statt, an dem auch Alfons Wenzel teilnahm und vom Landrat mit den Worten vorgestellt wurde: „Herr Wenzel wäre bereit und fähig, eine Realschule hier in Lohr aufzubauen.“

 

Das Gebäude der ehemaligen Mädchenschule wurde vom Landkreis Main-Spessart hergerichtet, nachdem die Mädchen das Gebäude am Kirchplatz im Juli 1973 verlassen hatten, um im neuen Schuljahr im Nägelseezentrum unterrichtet zu werden. Am Donnerstag, 13. September 1973, pünktlich um 8 Uhr, begann die Schule mit 149 Schülern und Schülerinnen neben der Stadtpfarrkirche St. Michael den Unterrichtsbetrieb. Angefangen hat Herr Wenzel mit vier Studienreferendaren, von denen zwei erst am 1. Oktober ihren Dienst antraten. Martin Henning wurde zwar zum Konrektor berufen, aber im ersten Jahr als Konrektor in Lohr war er an der Schule in Gaibach, sah also den Wirkungskreis seiner Planstelle gar nicht. Mit nebenamtlichen Lehrkräften konnten alle Stunden gehalten werden.

 

Im Schuljahr 1974/75 fand der Unterricht von sechs Klassen in diesem Gebäude am Kirchplatz statt. Im Nägelseezentrum, das gerade gebaut wurde, wurden weitere sechs Klassen untergebracht. Die Lehrkräfte pendelten zwischen den Stunden zwischen den Orten hin und her. Man trug sich mit dem Gedanken die Realschule dort ebenfalls anzusiedeln.

 

Während die Realschule der Franziskanerinnen jährlich um eine Klasse schrumpfte und 1976 ihre Pforten schloss, wuchs die Staatliche Realschule stärker als vorher angenommen. Im Schuljahr 1974/75 wurden 380 Kinder in 12 Klassen unterrichtet. 1975/76 nahm die Zahl auf 560 Schüler und Schülerinnen in 18 Klassen zu. Im Schuljahr 1977/78 wurden gar 754 Schüler in 24 Klassen unterrichtet.

 

1976/77
Groß war die Freude, als bekannt wurde, dass das Humanistische Gymnasium das altehrwürdige Gebäude am Bürgermeister-Keßler-Platz räumen würde und dass dort die Realschule einziehen werde. Im dritten Jahr des Bestehens, also im Schuljahr 1976/77, zog die Realschule feierlich in das Renaissancegebäude ein. Alfons Wenzel kehrte in das Gebäude zurück, in dem er als Pennäler sein Wissen erwarb. Die eigene Schule war Gold wert, aber es stellte sich heraus, dass das Gebäude die Anforderungen der Gegenwart nur bedingt erfüllte: Die meisten Schulsäle waren klein - gedacht für 15 oder 17 Gymnasiasten -, es fehlten zeitgemäß ausgestattete Fachräume für Maschinenschreiben (Vorläufer des Informationstechnologieunterrichtes), für Hauswirtschaft zu einer umfassenden lebensnahen Ausbildung und für Werken, das bei den Buben ungemein beliebt war. Ein Sprachlabor, damals als unersetzliche moderne Einrichtung zur Sprecherziehung angepriesen, wurde nie verwirklicht. Die Chemie- und Physikräume mussten in den nächsten Jahren erweitert und mit dem notwendigen Gerät ausgestattet werden, was der Sachaufwandsträger, der Landkreis Main-Spessart, durchaus bereitwillig finanzierte. Allerdings zeigte sich, dass viele Reparaturen lange auf sich warten
ließen, da der Landkreis Main-Spessart bevorzugt die neu gegründeten Gymnasien und Karlstadt und Gemünden ausbaute.

 

1983/84
Unter Alfons Wenzel wurde die Heizung von Koks auf Gas umgestellt. Der bisherige Kohlekeller wurde zum Werkraum umfunktioniert. Ein weiterer Kellerraum wurde 1983 zur Schulküche umgebaut und der Duft von verführerischen Speisen erfüllt seitdem stets das Treppenhaus. Danach wurden die sanitären Anlagen modernisiert. Mit dem Ende des Schuljahres 1984/85 trat Alfons Wenzel in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Wunsch war klar formuliert: Wenn nur die zwei Pavillons, zu denen man bei Wind und Wetter hetzen muss, durch einen Anbau überflüssig werden würden. Es dauerte bis 1997, bis der Erweiterungsbau fertig wurde. Der Sportplatz zwischen der später entstandenen Spessartorhalle und dem Schulgebäude wurde in seinem letzten Dienstjahr 1984/85 errichtet.

 

Im Jahresbericht 1984/85 umriss er seine Einstellung: Unsere Schüler sollen sich ein solides Fachwissen aneignen, aber auch zum mitmenschlichen Verhalten reifen, denn Wissen und Gewissen sind für die Entwicklung jedes Menschen unverzichtbar.

 

1990
Unter seinem Nachfolger, Werner Neubert, dem „Baurektor“, wurde die Dreifachturnhalle 1990 fertig gestellt. Sport nahm an Bedeutung zu und im Laufe der Jahre etablierte sich die Sportgala, in der Schüler und Schülerinnen ihre sportlichen Fähigkeiten vor einem großen, interessierten Publikum präsentieren konnten. Und dann nahm Landrat Armin Grein am 20. Mai 1994 einen Pressluftbohrer in die Hand und gab den Startschuss für die Pausenhalle, die dann 1997 nach einigen Verzögerungen eingeweiht werden konnte. Gleichzeitig entstand ein Trakt mit vier Licht durchfluteten Klassenzimmern. Als letzte Phase der Erweiterung muss die Aufstockung des Flachdaches am anderen Ende des Gebäudes mit zusätzlichen Klassenzimmern gesehen werden.

 

2003/04
Ein Einschnitt im Leben der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule war das Schuljahr 2003/04. Ausnahmsweise einmal nicht an der Spitze des Fortschritts, denn die Entscheidungsträger im Landratsamt zögerten, wurde die vierstufigen Realschule in die sechsstufige Realschule umgewandelt. Das Schulleben gewann durch die Lebendigkeit, Unbekümmertheit, natürliche Freundlichkeit und Ausgelassenheit der Kleinen an Vielfalt. Horst Karch, inzwischen Schulleiter, motivierte die Lehrkräfte durch Fortbildung, Lektüre und Gespräche die zusätzlichen Kinder als Aufgabe und auch als Chance zu erleben. Neue Ideen konnten verwirklicht werden. Als im Schuljahr 2007/08 über 800 Kinder die Schule besuchten, war die Raumnot groß. In der Berufsschule und in die Grundschule gegenüber mussten Klassen ausgelagert werden.

 

2008/09
Unter Schulleiter Georg Strobel, wurden die bestehenden Räume für den Unterricht in Informationstechnologie erneuert und modernisiert, so dass heute vier Räume perfekt mit Computern ausgestattet sind und von Schülern und Lehrkräften fleißig genutzt werden.

 

2013/14
Ganz im Trend der Zeit liegt das Bestreben von Doris Illig, seit August 2013 Schulleiterin, jedes Klassenzimmer optimal für modernen Unterricht mit technischen Geräten auszustatten. So gibt es bisher ein Musterklassenzimmer, in dem diese Geräte zur Verfügung stehen. Aber, so der Landkreis will, bald soll dies für alle Zimmer umgesetzt werden. Außerdem ist es ein Anliegen der Schulleiterin, die Möbel in den Klassenzimmern dem Anspruch unserer Zeit anzupassen. Ergonomisch geformte Stühle und höhenverstellbare Tische sollen das lange Sitzen für unsere Schüler erträglicher machen. Mit einigen Zimmern wurde bereits begonnen – auch hier warten wir auf eine baldige Vollendung aller Räume durch den Sachaufwandsträger. Hell und freundlich, so sehen auch die Flure in unserem Gebäude seit September aus. Die Schülerbücherei erfuhr ebenfalls eine Erneuerung. Bunte und schülergerechten Sitzmöbel laden Leseratten zum Verweilen ein und farbenfrohe Teppiche unterstreichen dies. Außerdem werden die Bücher zurzeit digital erfasst, so dass die Ausleihe leichter zu bewerkstelligen ist.

 

Ein Anfang ist gemacht – Ideen gibt es aber noch genug!


Karl-Heinz Schroll